Die Lunge

Lunge – Ganzheitlich Gesehen

Der Atem gehört nicht zu uns, noch gehört er uns. Über den Atem sind wir ständig verbunden mit etwas, was jenseits des Geschöpften, jenseits der Form ist. Wir leben im Atem wie in einer grossen Gebärmutter, der Atem ist die Nabelschnur und sorgt dafür, dass wir in der Verbindung mit diesem metaphysischen Bereich bleiben. Atem hat etwas mit Kontakt und Beziehung zu tun, er verbindet uns ständig mit allem und jedem, bewahrt uns vor Abkapselung, davor dass wir unsere Ich-Grenze ganz undurchdringlich machen. Es geht um Freiheit, Freiraum und Einengung. Die Lunge ist auch das Kommunikationsorgan, denn durch den Ausatemstrom formen wir unsere Sprache.

Die Lunge ist unser größtes Kontaktorgan. Der Kontakt zwischen dem was von Aussen kommt und der eigenen Körperlichkeit findet in den Alveolen (Lungenbläschen) statt. Die innere Oberfläche der Lunge misst 70qm, die der Haut nur 2qm. Der Hautkontakt ist enger und direkter, verbindlicher und intensiver und unserem Willen unterworfen. Der Kontakt den wir mit der Lunge herstellen ist indirekter aber dafür zwingend. Wir können ihn nicht verhindern, selbst wenn wir jemand nicht riechen können oder uns jemand die Luft nimmt.

Wechselnde Symptome der Kontaktorgane Haut und Lunge sind Asthma und Hautausschlag. Ein unterdrückter Hautausschlag kann sich als Asthma manifestieren, welches man durch Behandlung wieder in einen Hautausschlag verwandeln kann. Asthma kann den Widerwillen über das Atmen mit jemand in Kontakt zu kommen zeigen (Spasmus beim Ausatmen). Themen bei beiden Symptomen: Kontakt, Berührung, Beziehung. Wenn jemand schwer Luft bekommt so zeigt sich auch häufig die Angst den ersten Schritt in die eigene Freiheit und in die Selbstständigkeit zu tun, die Freiheit wirkt dann atem-beraubend. Lungenprobleme bedeuten oft, das wir Angst davor haben das Leben anzunehmen oder nicht das Recht uns auszuleben.

Alle alten Sprachen verwenden das selbe Wort für Atem und Seele oder Geist (lat. Spirare = atmen/spiritus = Geist, gr. Psyche = Hauch/Seele, ind. Mahatma = grosse Seele/grosser Atem).
Aus der indischen Lehre erfahren wir auch, dass der Atem der Träger der eigentlichen Lebenskraft ist, die man Prana nennt. In der biblischen Schöpfungsgeschichte haucht Gott dem geformten Lehmkloß seinen göttlichen Odem ein und macht den Mensch so zu einem lebendigen Seelenwesen.

Atmung umfasst die Polarität von Aufnahme und Abgabe, von Nehmen und Geben, Kontakt und Abwehr, Freiheit und Beengung, Spannung und Entspannung. Atem ist Rhythmus und Rhythmus ist die Grundlage alles Lebendigen. Einatmen erzwingt ausatmen und anders herum, das eine kann nicht ohne das andere existieren und bedingt sich immer gegenseitig.

‚Im Atemholen sind zweierlei Gnaden, die Luft einziehen, sich ihr entladen,
jenes bedrängt, dieses erfrischt, so wunderbar ist das Leben gemischt‘
Goethe

Mond in Krebs – Von Lunge bis Galle. Leichte Unruhe. Bewegen auf unvertrautem Boden. Gefühlswelt gewinnt an Tiefe und Gewicht. Sichtbar was sonst unter Verschluss gehalten. Feucht kühl. Farbe Grün.

Redewendungen und Symbolik | Keine Luft mehr bekommen. Nicht frei atmen können. Du lässt mir keine Luft zum atmen. Aufatmen. Durchatmen. Lüften müssen bei dicker Luft. Tief Luft holen. Aus der Luft gegriffen. Luftig locker. Der Luftikus.
Themen | Kommunikation. Freiheit. Kontakt. Austausch. Ankommen. Erdung. Depression. Trauer. Yang (Herz = Yin). Angst, Leben aufzunehmen und zu geben. Fühlt sich nicht wert zu leben.
Lösung | Ich mag die Fülle des Lebens in mich aufnehmen. In Liebe lebe ich die Fülle des Lebens. Die Lebensluft strömt mit Leichtigkeit durch mich.

Bronchitis | Alleine fühlen. Entzündete familiäre Umgebung. Streiten und Schreien. Manchmal auch zu viel Schweigen. Kritische Gedanken werden zurückgehalten, man hustet den Anderen lieber etwas. Verstopfung der Kommunikationsebene.
Irgendwie passt mir der Laden nicht aber ich fürchte mich davor auszudrücken was ich wirklich fühle. Es könnte zu viel Kleinholz geben und ich könnte noch mehr kaputt machen als ohnehin schon im Eimer ist. Besser ein aufrichtiges Ende mit Schrecken als Heuchelei ohne Ende. Ich erkläre Frieden in mir und um mich. Alles ist gut. Friede, niemand kann mich stören.

Asthma | Erstickende Liebe. Unfähigkeit für sich selbst zu atmen. Fühlt sich erdrückt. Unterdrücktes Weinen. Widerwille gegen Kontakt, Berührung, Beziehung.
Das Ganze schnürt mir die Luft ab. Man will mich vereinnahmen aber ich wehre mich. Solange sich die Situation nicht ändert kann ich nicht frei atmen.
Ich akzeptiere die Opferrolle nicht, bleib nicht Spielball meiner Umwelt, der Interessen von anderen. Es ist gut für mich mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ich entscheide mich für die Freiheit. Ich bin frei und kann die Verantwortung für mich selbst übernehmen.

Lungenentzündung | Verzweifelt. Lebensmüde. Emotionale Wunden dürfen nicht heilen.
Frei nehme ich göttliche Ideen in mich auf, die mit Odem und Intelligenz erfüllt sind. Dies ist ein neuer Augenblick.

Lungenemphysem | Egoaufblähung. Ich gebe mich stärker als ich bin. Hektik. Dominanz. Kontrolle. Überspannung. Getriebenheit. Überblähung auf Kosten des Unterleibs. Unfähigkeit zu weinen. Gefühlsregungen werden im Keim erstickt.

!!! Diese Zusammenfassung ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker deines Vertrauens und soll nicht zum eigenmächtigen experimentieren animieren sondern nur zum persönlichen Verständnis beitragen!!!

Quellen: Krankheit als Sprache der Seele (Dahlke), Krankheit als Weg (Dethlefsen/Dahlke), Gesundheit für Körper&Seele (Louise L.Hay), Aus eigener Kraft (Paungger/Poppe)

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