Homöopathie

‚Aude sapere. Wage zu wissen‘
Samuel Hahnemann

Ähnliches mit Ähnlichem heilen (Homoion = Ähnlich, pathos = Leiden).
Es geht darum den kranken Menschen als jemanden zu verstehen, der sich selbst unähnlich geworden ist und diese Unähnlichkeit durch Beschwerden körperlicher oder geistig-emotionaler Art ausdrückt. Die homöopathische Arbeit versucht den Sinn, die Bedeutung, die Funktion und die gute Absicht der Krankheit zu erkennen und den Kranken sich selbst wieder ähnlicher zu machen.

In der Allopathie findet ein Kampf gegen die Krankheit statt, nicht ein Prozess mit der Krankheit. ‚Ich bin müde, also nehme ich etwas gegen die Müdigkeit‘ Zur Behandlung wird also ein gegensätzlicher Reiz gesetzt. Das führt im Körper zu einer Art Trotzreaktion, weil er sich und sein Problem nicht gesehen, erkannt und ernst genommen fühlt. Er hat sich gewünscht mehr Ruhe und Schlaf zu bekommen wenn er müde ist, und er wird auch trotz und gerade wegen des entgegengesetzten Reizes eines Aufputschmittels dies einfordern, dh wir werden noch müder und brauchen längerfristig noch mehr Ruhe und Schlaf und damit auch mehr dagegen. Ein Teufelskreis.

Ähnlichkeit, und damit die Antwort auf das was fehlt oder benötigt wird (Mittel) ist nicht immer so einfach wie in diesem Beispiel. Ähnlichkeit existiert nicht per se sondern bezeichnet immer eine Relation, ein Verhältnis, eine Beziehung zwischen zwei oder mehr Dingen. Dadurch muss man anfangen analog zu denken, dh Dinge nicht nach ihrer oberflächlichen, äusseren Ähnlichkeit zu vergleichen, sondern nach ihrem inneren Wesen. Und das möchte ich mit euch zusammen üben und erleben.