Krebs | Brustkrebs

Kein anderes Krankheitsbild macht den Zusammenhang zwischen Körper, Seele, Geist und Gesellschaft so deutlich wie Krebs. Und keine andere Diagnose löst so viel Angst und Beklemmung aus, bei Betroffenen und dem Gegenüber, und muss deshalb so sensibel betrachtet werden, wie Krebs.

Mir ist darum an dieser Stelle wichtig zu sagen, dass Krebs nicht gleich Krebs ist. Eine Krebsdiagnose ist nicht gleich ein Todesurteil. Krebs muss überhaupt nicht tödlich enden, aber dafür immer zu einer Veränderung führen. Im Lebensstil aber auch und vor allem im Denken, im Umgang mit sich und der Umwelt. Es stellt die Welt des Betroffenen auf den Kopf, aggressiv und mit voller Wucht, zwingt zum Umdenken und Überdenken. Und das ist die große Chance in all dem Leid. Wie bei allen Krankheiten, aber bei Krebs hat sie eine ganz andere, existentiellere Dimension und Wichtigkeit. Und wie bei allen Hinterfragungen und BeDeutungen haben Schuld und Scham hier nichts zu suchen, und es geht nicht darum, dass man etwas falsch gemacht hat. Krankheit ist keine Bestrafung sondern eine Chance. Auch Krebs.

‚Wenn ich den Krebs wegoperieren lassen würde ohne mich von dem geistigen Muster zu befreien, das ihn hervorgerufen hatte, dann würden die Ärzte immer mehr von Louise wegschneiden müssen bis schließlich nichts mehr von mir über wäre’ Louise L.Hay (hatte und bezwang Vaginalkrebs)

Die Chancen mit Krebs fertig zu werden sind ungleich besser, wenn sich der ganze Mensch auf die Auseinandersetzung einlässt und nicht nur seinen Körper als Stellvertreter in die Schlacht schickt. Und dazu möchte ich euch von Herzen ermuntern und einladen.

Der dunkelste Schatten wirft immer das hellste Licht.

Die Krankheit | Krebsforscher gehen heute davon aus, dass relativ häufig Zellen entarten, wir wahrscheinlich alle ständig Krebs bekommen, aber ein intaktes Immunsystem das im Griff hat. Die körperliche Abwehrfähigkeit wird immer dann schwächer wenn die Abwehr auf der Bewusstseinsebene übertrieben wird (wie bei jeder Krankheit). Ein verschlossenes, konfliktfeindliches Bewusstsein zwingt die Offenheit in den Schatten, wo sie als Anfälligkeit für Erreger wieder auftaucht. Wer sich im Bewusstsein erregen lässt und sich auch dort zu verteidigen weiss, heisst selbstreflektierend mit aufkommenden, inneren Themen umgeht, muss das Thema nicht in den Körper schieben. 

Die Krebszelle | Sie ist nicht, wie beispielsweise Bakterien, Viren oder Toxine, etwas von Aussen kommendes, das den Organismus gefährdet, sondern sie ist eine Zelle, die bisher ihre gesamte Aktivität in den Dienst des Organs und damit den gesamten Organismus stellte, damit dieser bestmögliche Überlebenschancen habe. Doch plötzlich ändert sie ihre Gesinnung und verlässt die gemeinsame Identifikation. Sie beginnt ihre eigenen Ziele zu entwickeln und diese rücksichtslos zu verwirklichen. Sie stellt ihre eigene Fortpflanzung in den Vordergrund, kündigt ihrem Zellverband die Mitgliedschaft und breitet sich nun mit chaotisch grenzenloser Teilungstätigkeit schmarotzend aus (Zellen haben normalerweise eine Kontakthemmung, heisst sie stellen ihr Wachstum ein wenn sie auf andere Zellverbände stossen). Dieses Verhalten erinnert an die jugendliche Zelle, bzw das embryonale Stadium, in dem es vor allem um Vermehrung und Wachstum geht. Die Krebszelle gewinnt diese uralte Fähigkeit zurück und verzichtet dafür auf Spezialisierung. Und auf die Versorgung durch den Atem, der Kontakt und Kommunikation mit anderen Zellen voraussetzt. So fällt sie um der Eigenständigkeit willen auf die primitive Vorstufe der Gärung zurück, für die sie niemand anders braucht. Die Krebszelle unterscheidet sich von der Körperzelle durch die Überbewertung ihres Egos. In der Zelle entspricht der Zellkern dem Gehirn. Bei der Krebszelle gewinnt der Kern ständig an Bedeutung und nimmt daher auch buchstäblich an Größe zu. Die Krebszelle hat gleich gute Argumente wie der Mensch. Beide wollen leben und ihre Interessen und Vorstellungen von Freiheit verwirklichen. Jeder von beiden ist bereit dafür den anderen zu opfern. Wurde eine Zelle lange genug gereizt (dauernder Druck: physikalisch, chemisch, mechanisch, psychisch), ist sie zu drastischen, von der Ebene des Erbguts ausgehenden Veränderungen bereit. Sie beginnt etwas für sie völlig Neues, setzt auf Wachstum und Selbstverwirklichung.  Aber sie verwechselt dabei Inhalt und Form und versucht durch Vermehrung an mehr Inhalt zu kommen. Nach zu viel Vor- und Rücksicht schlägt die Zelle ins Gegenteil um. Statt ihren angestammten Platz einzunehmen und ihre Pflicht zu erfüllen, schlägt sie auf gefährliche Weise über die Stränge und aus der Art. Sie reduziert alle nachbarschaftlichen Beziehungen auf eine aggressiv verdrängende Ellbogenpolitik.

Dies beschreibt nicht nur den Spiegel, den sie dem betroffenen Menschen, sondern der gesamten Gesellschaft vorhält.

Die Thematik | Krebs ist eine Geschichte von extremer Anpassung, dem Versuch so unauffällig wie möglich zu leben, sich den Normen zu fügen und niemandem durch eigene Forderungen zur Last zu fallen, sich nicht seinen Raum zu nehmen, unterdrückte Selbstverwirklichung, ungelebtes Leben, seinen Lebensweg zu verraten, nicht der und da zu sein wie man sollte, nicht sich Selbst zu sein. Grenzüberschreitende Erfahrungen oder harmloses Über-die-Stränge-schlagen werden meist schon im Keim erstickt, um die gewohnte Situation um jeden Preis wie auch immer zu erhalten. Es geht um Pflichterfüllung, das Sich-Selbst-in-Rollen-pressen (Tochter, Sohn, Mutter, Vater, Untergebene, Vorgesetzte etc) und den Versuch zu aller Zufriedenheit und unabhängig von eigenen Bedürfnissen durchzuhalten. So viel Rücksicht nehmen auf andere Menschen, deren Moral und Lebensregeln und deshalb dem Morgen und allem Neuen und Fernen mit so viel Vorsicht begegnen, dass für die grossen Fragen an Vergangenheit und Zukunft kein Raum bleibt. Leblosigkeit im Zentrum überzogener Aussenaktivität. Hinter äußerem Erfolg versteckte Depression. Verminderte Abgrenzungsfähigkeit und schlecht Nein-Sagen-Können, Aufbürden von Verpflichtungen. Den Sinn im Außen statt im Innen suchen. Tief sitzende, lange zurückgehaltene Verbitterung und Wut zerfrisst den Körper im wahrsten Sinne des Wortes. In der Kindheit ist oft etwas geschehen wodurch das Vertrauen zerstört wurde, diese Verletzung wurde aber weder angenommen noch losgelassen. Das Leben scheint eine Kette von Enttäuschungen in einem System negativer Glaubenssätze. 

Normopathie | Geduldig duldend, brav und still, selbstlos und ausgeglichen, hilfsbereit, pünktlich und ordentlich, sympathisch weil garnicht egoistisch, rundherum freundlich und voller Rücksicht, gut berechenbar und verlässlich, wohl geordnete Vorbildlichkeit, stets bemüht es allen recht zu machen und eigenes Wachstum zurückzustellen. Das kommt in unsrer auf Funktionalität gepolten Gesellschaft gut an, macht aber leider krank und erklärt warum Krebs die Krankheit unserer Zeit ist. Zwar wird der Normopath niemanden durch ein kompromissloses egoistisches ‚Nein‘ verletzen, aber er wird auch niemanden durch ein bedingungsloses ‚Ja‘ beglücken.

Krebs dreht den Spiess um, tobt sich hemmungslos aus, lässt andere nach seiner Pfeife tanzen, nimmt sich Raum, wird raumgreifend und rücksichtslos egoistisch in seinem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit und (vermeintlich) innerem Wachstum. Er rebelliert gegen seine Unterdrückung, gegen die Pflicht und die Rolle die man ihm zugedacht hat. Krebs verkörpert das Umschlagen der ehrenwerten Untergebenideale in den Gegenpol, das totale Egoprinzip.

Krebs zeigt auf, dass wir uns zu wenig und zu viel wehren. Zu wenig gegenüber der Umwelt, die uns auf Funktionen degradiert (Norm und Rolle in Gesellschaft, Familie, Beruf), und zu viel gegen unsere Lebensaufgabe, unseren Weg und unser Schicksal. Deshalb gilt es in der Krebstherapie achtsam zu bleiben dass aus dem Kampf gegen die Krebszellen nicht einer gegen das eigene Schicksal wird. Vor jeder Heilung ist eine Phase des Annehmens notwendig, mit dem Schicksal hadern führt in die entgegengesetzte Richtung.

Auch in den allgemein gültigen Therapiearten drückt sich das offensiv-aggressive Element des Krebsgeschehens aus. Es wird mit dem Messer herausgeschnitten, gestrahlt ohne Rücksicht auf umliegende gesunde Zellen und mit Zytostatika der gesamte Organismus vergiftet.

Symbolik des Krebses als Tier | Regression und Rückwärtsgang. Seitlich ausweichen. Die Ausdrücke ‚krabbeln‘ und ‚herumkrebsen‘ für jene mühsamen Anstrengungen die doch nicht recht weiterbringen, bezeichnen Fortbewegungsarten, die denen der Patienten vor Ausbruch des Krebses nicht unähnlich sind. Wasser, Urmeer, Mutter. Das Unbewusste. Im Christentum gilt der Krebs als Symbol Christi und der Auferstehung, weil sie sich während der Entwicklung häuten. Seit dem Altertum auch ein lunares Symbol (Einfluss des Mondes auf das Meer). In Afrika auch das Symbol des Bösen.

Astrologie | Das vierte Zeichen des Tierkreises, der Krebs, entspricht dem ersten Sommermonat (22.Juni-22.Juli). Mond. Wasserzeichen. Weiblich. Negativ. Kardinal. Von Aussen nach Innen. Zeit der Befruchtung (Natur bildet Fruchtansätze aus). Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft. Innere Orientierung. Fühlende emotionale Energie. Empfinden, behüten, bemuttern, fürsorgen, schützend, launisch, abhängig weil verletzbar (Kind, Frucht). Brüste, Magen, Verdauung. Gänseblümchen (bringt Licht ins innere Kind und die verletzte Seele), Borretsch (Melancholie und Sehnsucht), Passionsblume (von der Vielheit in die Einheit, Entspannung und Ordnung). Seelische Liebe, Friede, stellt wenig Ansprüche, verständnisvoll, sensibel, zärtlich, Empfindungsfähigkeit, Bedürfnisse, Gefühl, Sensibilität, Idealismus, Geborgenheit, Familiensinn, schnell gekränkt und versöhnt, beeindruckbar, stimmungsabhängig. 4. Haus: Entdeckung und Ausbildung der Eigenwahrnehmung und der eigenen Wahrnehmung, innere und äussere Heimat, Geborgenheit, Herkunft, Eltern, Kindheit, Wir, Wohnung/Zuhause/Haus, nicht Bewusstes, Seele, Psyche. Beschwerden durch alles was einem auf den Magen schlägt, Konflikte mit den Eltern, der eigenen Vergangenheit, sich nicht genährt fühlen, der eigenen Lust und Laune zu wenig oder garkeinen Raum zu geben.

Umwelt und Gesellschaft | Mutterfirmen und Tochtergesellschaften oder Dependancen arbeiten ähnlich wie der Krebsherd und seine Metastasen. Auch in der Kolonialisierung findet sich dieses System. Überall präsent sein, alles in den Griff bekommen, den eigenen Einfluss vergrössern, das was da war zerstören oder versklaven. Auch das Wachstum moderner Großstädte ähnelt den krebsartigen Expansionsbestrebungen, wie sie sich so geschwürig langsam in die umgebende Landschaft fressen.

Fragen | Lebe ich mein Leben oder lasse ich mich zu sehr von Aussen bestimmen? Riskiere ich meinen Kopf durchzusetzen oder mache ich um des lieben Frieden willens faule Kompromisse? Lasse ich meinen Energien ihren Raum oder ordne ich sie in jedem Fall den vorgegebenen Regeln und Bestimmungen unter? Erlaube ich es mir Aggressionen auszudrücken oder mache ich alles in mir oder mit mir selbst ab? Welche Rolle spielen Veränderungen in meinem Leben? Habe ich den Mut mich in neue Bereiche auszudehnen? Erlaube ich ich mir hin und wieder über die Stränge zu schlagen oder geht mir Anpassung über alles? Ist meine körperliche Abwehr zugunsten der seelischen geschwächt oder in Harmonie?

Die Lösung | Es gibt ein wundervolles Kinderbuch (‚Mutig mutig‘ von Kathrin Schärer und Lorenz Pauli), in dem eine Gruppe von verschiedenen befreundeten Tieren sich aus Langweile gegenseitig dazu anstachelt etwas für denjenigen total mutiges zu tun. Zuletzt ist der Spatz dran und überlegt hin und her, lässt sich Zeit, und sagt dann ‚ich mache einfach nichts‘. Stille in der Runde, alle starren den Spatz an und können es nicht fassen. Dann bricht Jubel aus und alle sind sich einig. Das ist das Mutigste was man tun kann. Nicht mitmachen, aussteigen aus dem Hamsterrad der Anforderungen und dem Druck der Umwelt, Nein sagen, sein eigenes Ding machen auch wenns nicht der Norm entspricht und man damit nicht die Regeln des Spiels befolgt, sich selbst treu zu bleiben. So wichtig, in der heutigen Zeit mehr denn je, und bei Krebs überlebenswichtig.

Bei Diagnosen wie dieser neigt man dazu in Sinnlosigkeit zu verfallen, zu zu machen, zur resignieren und aufzugeben. Aber genau das ist das auf was der Krebs hindeuten will. Dass man sich wehren soll, dass man aufstehen und für sich kämpfen soll. Nicht gegen den Krebs sondern durch und mit dem Krebs. Für sich einstehen, seine eigenen Ziele und Bedürfnisse durchsetzen, zur Not auch mit dem Ellbogen, aggressiv und bedingungslos zu sich zu stehen, für sich da zu sein, sich seinen Raum zu nehmen, ihn notfalls egoistisch einzufordern, auch mal über Grenzen zu gehen um die eigenen zu setzen, sich selbst in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen. Und zwar als Selbst und nicht als Ego. Das Ego verfolgt den Plan äußerer Ausdehnung, das Selbst den Plan innerer Ausfüllung. Das ist ein grosser Unterschied und ein weitreichendes Missverständnis unserer Zeit. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Offener Aufstand statt Unterwürfigkeit. Seinen Platz nicht aus Resignation oder Mangel an Alternativen zu behaupten, sondern ihn bewusst anzunehmen und seine Einheit mit dem ganzen Körper erkennen. Krebs ist in den (Körper)Schatten gesunkene Expansion. Folglich ginge es also darum, im Bewusstsein zu expandieren, die Grenzenlosigkeit und Unsterblichkeit der Seele zu entdecken.

Obwohl die Mitte das letzte Ziel bleibt, ist am Anfang des Weges (ob bei Krebs oder sonst welchen Umbrüchen) notwendig, sie zu verlassen und in die Extreme zu gehen. Die ausbalancierte Mitte ist das Endziel, aber zu Anfang nur ein fauler Kompromiss und in dem Fall von Krebs ja sogar die Wurzel des Übels. Es geht darum sich in Bewegung zu setzen, raus aus der inneren Normopathie, zu wachsen, sich zu wandeln und zu entwickeln. Nein sagen zu lernen, seinen egoistischen Willen zu spüren und zu leben, den Aufstand zu proben gegen starre Regeln, auszubrechen aus zu engen Strukturen, anderen nahe und zu nahe zu treten, Grenzen zu sprengen, Schranken zu ignorieren, all die Dinge zu leben, die sonst im Schatten des Krebsgeschehens stattfinden müssen. Statt um Entartung geht es um das Finden der eigenen Art, der Eigenart, wieder ein Mensch zu werden mit eigensinnigen Bedürfnissen und verrückten Ideen.

Krebs ist laut Dahlke auch pervertierte, auf die falsche Ebene gerutschte und mißverstandene Liebe. Das Heilmittel bei Krebs heisst deshalb wie so oft Liebe, wahrhaftige Liebe, Selbstliebe. Und Liebe hat nichts mit Lieb sein zu tun. Symbol der Liebe ist das Herz. Und das Herz ist übrigens auch das einzige Organ das von Krebs nicht befallen werden kann.

Der Brustkrebs | Nähren und genährt werden, Versorgen und versorgt werden, Bemuttern und bemuttert werden, Stillen und gestillt werden, Aushalten und ausgehalten werden, Beleidigung und Empfindlichkeit, Verletzlichkeit und Qual, Rückzug und Aus-sich-heraus-gehen, Lockung und Verlockung, Verstecken und Herausforderung.

Die weibliche Brust symbolisiert Mütterlichkeit, Geborgenheit, Lust und Beziehung. Beim Brustkrebs geht um tiefe Verletzung und Schmerz, der die Betroffene an der empfindlichsten Stelle in Herznähe getroffen hat, und ums für sich Behalten und niemandem Verraten wie verletzt oder böse man ist. Um Kummer den man sich in seiner ganzen Tragweite nicht eingesteht. Etwas zu Herzen nehmen, an den Busen drücken, nicht um es nahe heran zu lassen sondern um es zu verbergen. Die Bekümmerung und Wut über die Schmach und Verletzung wird nicht herausgeschrien sondern in der Brust verwahrt. Es geht um auch um Stolz, aufopfernde Mütterlichkeit, um die Angst loszuschlagen und anzuklagen, für die eigenen Interessen zu kämpfen. All das nicht gelebte Aggressive, Zerstörerische, Verschlingende und Rücksichtslose schlägt nun auf der Körperebene los.

Die Einziehungen der Haut verweisen auf die Aufgabe der Initiative und die Polung auf Rückzug. Als prominentes Organ ähnlich der Nase wäre es unter anderem Aufgabe der Brust offensiv zu sein. Beide Organe sind bezeichnenderweise die am meisten chirurgisch veränderten, offenbar um die nach aussen gerichteten Qualitäten besser herausstellen zu können.

In der mythologischen Erzählung von Penthesilea schneidet sich die Königin der Amazonen die rechte Brust ab um im Kampf besser den Bogen spannen zu können. Die weiche weibliche Art ist bei der Bewältigung des Lebens hinderlich geworden. Um seinen Mann stehen zu können muss die Weichheit in Härte transformiert werden.

Zur Lösung gehört die Rolle der guten Frau, der toleranten und ewig zurückgesetzten Geliebten, der lieben Tochter und verständnisvollen Mutter, die sich alles gefallen lässt aufzugeben, das Heimchen am Herd freiwillig und im übertragenen Sinne zu beerdigen, die Haltung der Prinzessin auf der Erbse aufzugeben, das privilegierte Mädchen aus besserem Hause sterben zu lassen, die Mutter Kirche aufzugeben für den eigenen Weg. Ziel wäre nicht das Gute oder Richtige oder Erwartete zu tun, sondern das Eigenständige und Individuelle. Zeitweilig auf Weichheit, Nachgiebigkeit, Anpassungsfähigkeit und die anderen typischen Attribute weiblicher Wohlanständigkeit zu pfeifen.

Wichtig ist hierbei zu unterstreichen dass es nicht immer darum geht aus der grauen Maus den Vamp heraus zu holen. Es geht immer und ausschließlich darum das innere, ganz eigene und echte Selbst zu leben. Heisst es könnte auch sein, dass der Vamp zur grauen Maus werden muss wenn das Selbst sich diese Maske durch feministischen Druck nur aufgesetzt hat. Wo Kinder, Küche, Kirche zu Schimpfworten verkommen sind, ist es für die heimeligen Frauen genau so schwer ihren Weg zu finden wie für die lauten wilden sie selbst zu sein. Und nur darum geht es, sich Selbst sein. Wie auch immer das aussieht. Still oder laut. Gesund ist was echt ist.

Die beste Krebsprophylaxe ist ein mutiges Leben und der eigene individuelle Weg zur Einzigartigkeit. 

Ich begleite dich dabei gerne (auch prophylaktisch!) mit Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Leibarbeit, Aufstellungsarbeit und Massage.

Quellen | Krankheit als Sprache der Seele (Dahlke), Gesundheit für Körper, Geist und Seele (Louise L.Hay), Krankheit als Weg (Dethlefsen|Dahlke), Medizinrad des Abendlandes (Alcimia Heilpflanzenschule)

!!! Diese Zusammenfassung ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker deines Vertrauens und soll nicht zum eigenmächtigen experimentieren animieren sondern nur zum persönlichen Verständnis beitragen !!!

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