Die Leber

Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit.

Die Leber ist das Labor des Menschen, unsere Chemiefabrik. Sie speichert Energie (Kohlenhydrate werden in Fett umgewandelt), produziert Energie (baut aus Aminosäuren und Fett Glykose), verstoffwechselt Eiweiss (synthetisiert pflanzliches und tierisches in menschliches Eiweiss) und entgiftet (inaktiviert fremde und körpereigene Gifte damit sie über Galle und Nieren ausgeschieden werden können).

Die Fähigkeit zur Entgiftung setzt die Fähigkeit zur Unterscheidung und Wertung voraus. Was ist nützlich, was ist schädlich, was kann ich brauchen, was schadet mir eher? Nahrung oder Gift? Was nehm ich auf, was geb ich ab, was behalte ich, was schmeiss ich raus?

Dabei geht es nicht nur um die materiell stofflichen Dinge sondern auch um die Verarbeitung seelischer Transformationsprozesse, das Umsetzen von Wachstum, geistiger Weiterentwicklung von neuen Erfahrungen und Emotionen, darum neue Wendungen zuzulassen und das Alte, oder Gefühle, in denen man sich selbst gefangen hält, loszulassen.

In der Eiweissynthese baut die Leber Stoffe auseinander und wieder neu zusammen, transformiert sie und zerlegt sie in ihre Einzelteile. Unter Beibehaltung der Einzelbausteine verändert sie die räumliche Struktur und erreicht damit einen Qualitätssprung/Evolutionsschritt. Die Identität der einzelnen Bausteine und damit auch ihre Herkunft bleiben dabei aber immer erhalten. So zeigt sie dass alles in einem und eins in allem ist (pars pro toto). Es geht also auch um Rückverbindung (religio) bei Leberthemen. Das Viele und das Eine – in diesem Spannungsfeld arbeitet die Leber.

Die Leber erkrankt immer an einem Zu-Viel (Maßlosigkeit, Größenphantasien, überzogene Expansionswünsche, zu hohe Ideale). Ist sie ja eigentlich der Energielieferant, so verliert der Leberkranke genau diese Energie und Lebenskraft, seine Potenz, seine Lust am Essen und Trinken, die Lust an allen Bereichen die mit Lebensäußerung zu tun haben. Das Blut wird zu flüssig da die Blutgerinnungsfaktoren nicht mehr richtig gebildet werden, der Lebenssaft fliesst einem buchstäblich weg. Man fühlt sich müde und abgeschlagen und kommt nicht mehr richtig hoch.

Leber und Depression (Leberdepression). Mangelerscheinungen können bei einem nicht optimalen Hirnstoffwechsel zu psychischen Beeinträchtigungen führen. Die Gabe von Psychopharmaka verschlimmern die Erkrankung wieder nur durch die erhöhte Belastung der Leber. Wie viele Medikamente.

Themen: Wut. Ur-Aggression. Verbitterung (Gallensteine). Beleidigt sein. Körperliche aber auch mentale und emotionale Selbstzerstörungsprogramme/Autoaggression (Alkohol/Drogen/Zucker/exzessiver Sport). Zorn. Übellaunigkeit. Selbstbewusstsein. Glaube. Vertrauen in uns selbst. Wertung. Weltanschauung. Religion. Falscher Stolz. Feucht-kühl. Grün und Gelb.

Sätze: Alle machen Fehler nur ich nicht. Die anderen sind schuld, ich habe mir nichts vorzuwerfen. Wo kann ich mich hier beschweren?! Kein Wunder dass ich so verbittert bin. Das kann man mit mir nicht machen, mit mir nicht! Wer bin ich denn?! Was glauben Sie mit wem Sie reden?! Ihm ist eine Laus über die Leber gelaufen. Ihr läuft die Galle über. Beleidigte Leberwurst.

Symptome: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsmangel, starkes (nächtliches) Schwitzen, Sehprobleme, psychische Zustände, Hautprobleme, allergieartige Symptome.

Mögliche Ursachen: Alkohol, Medikamente, Drogen, Stress, Pille, Hormonspirale, verschobener 4. oder 5. Brustwirbel.

Fragen: In welchen Bereichen habe ich die Fähigkeit rechter Wertung und Bewertung verloren? Wo kann ich nicht mehr unterscheiden zwischen dem was für mich gut und dem was für mich giftig ist? Wo bin ich ins Übermaß, ins Zu-Viel geraten, wo will ich zu viel (Größenphantasien), wo expandiere ich ins Maßlose? Fehlt es mir an Vertrauen? Wie steht es mit meiner Rück-bindung? Verbaut mir die Viel-heit die Ein-sicht?

Hilfe: Eine Schlafkur ist das beste Mittel bei Lebererkrankungen und gleichzeitig (natürlich) das störenste für den umtriebigen, nach Effizienz und Aussen strebenden Lebertyp. Leber und Galle regenerieren sich nur (!) im Schlaf zwischen 1 und 3Uhr. Die Bettruhe um diese Zeit ist deshalb besonders wichtig. Leider ist dies auch die Zeit in der wir meistens Alkohol trinken.

Die Leber mag es warm (Bett, Heublumensäckchen, feucht-warme Wickel).

Bitterstoffe essen und trinken (Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke).

!!! Diese Zusammenfassung ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker deines Vertrauens und soll nicht zum eigenmächtigen experimentieren animieren sondern nur zum persönlichen Verständnis beitragen!!!

Quellen: Naturheilpraxis Heute (Bierbach), Aus eigener Kraft (Paungger/Poppe), Krankheit als Weg (Dahlke), Gesundheit für Körper und Seele (Louise L.Hay), Netzrecherche